!!! BITTE LESEN !!!
Die Situation von Pflegekindern ohne Papiere ist sehr komplex. Kaum ein Fall gleicht dem anderen. Unterschiede leiten sich hier aus der Frage, wer das Sorgerecht (bzw. unterschiedliche Teile davon) für das Kind innehat, Herkunftsländer der leiblichen Eltern, zuständige Bundesländer, Kommunen und Ausländerbehörden. Zudem ändern sich rechtliche Rahmen, Verwaltungspraxen und Rechtsauslegungen ständig und zuständige Behörden, Jugendämter, Konsulate und Beratungsstellen haben teilweise selber wenig Erfahrung mit den Besonderheiten der Pflegekinder ohne Papiere.
Daher können auch wir hier keine abschließenden und verlässlichen Anleitungen bieten. Viel eher zeigen wir auf, welche Fragen an welchen Punkten gestellt werden können und welche Handlungsmöglichkeiten es gibt. Alle Angaben basieren auf eigenen Recherchen und Erfahrungswissen. Dieses FAQ ersetzt weder Rechtsberatung noch die eigene Recherche und den Austausch mit anderen!
Doch eine Erfahrung gilt für alle: Für die Kinder ist es extrem wichtig, dass sich Pflegeeltern, Vormünder und weitere Verantwortliche für die Beschaffung der Dokumente und die langfristige Sicherung des Aufenthaltes einsetzen. Von alleine passiert das nicht! Dabei gilt es, keine Zeit zu verlieren. Kontakte zu den leiblichen Eltern können abbrechen, Gesetze sich ändern und bürokratische Prozesse sich verzögern. Nicht zuletzt ist die politische Lage in Deutschland und in vielen Herkunftsländern im Wandel. Pflegeeltern und Vormünder brauchen daher vor allem einen langen Atem und dürfen sich nicht abwimmeln und entmutigen lassen.

